umweltfreundliches fliegen in der freizeit

Sonntag, 6. August 2017

Spanien-Frankreich 26.7.-5.8.2017

Am Mittwoch den 26.7. ist der Piper Super Cup PQK von Basel nach Clermont-Ferrand in Frankreich gestartet. Etwa gleichzeitig die Remos WYI von Triengen via Dittingen. Die erste Hürde war bereits der Jura. Durch den Balsthalschlitz und Scheltenpass hats dann gerade gereicht. Knietief ging es 2 Stunden lang dem besseren Wetter entgegen.
In Clermont wurden wir mit dem Flughafenbus abgeholt für Zoll und C Büro. Weiter via Auch über die Pyrenäen nach Pamplona, Spanien! Von nun an nur noch blauer Himmel ohne Meteoprobleme!

Flugplanung in Auch


Pyrenäen
Pamplona. Hier gibts 1-2 Flüge nach Madrid pro Tag. Kaum Privatverkehr. Aber im Beton schön eingelassene Befestigungen. 
Die Abflugabfertigung war dann ein eigenes Schauspiel. Zuerst mit der security zum Meteooffice. Die Dame brauchte 15 Minuten um 2 Zettel mit "CAVOK" auszudrucken, dann zum C Büro. Nach 5 Minuten bravem Warten hatte die Dame die Gnade, sich uns zu widmen und in 30 Minuten 2 Flugpläne aufgegeben. Damit mussen wir wieder zur security. Dort stellte man aber fest, dass pro Flugzeug nur1 Person vermerkt war. Also wieder zurück zur "C-Dame". Diese meinte, sie habe das Dokument unterschrieben und die security habe das zu akzeptieren. Sonst sollen wir eine Beschwerde einreichen. Wir haben dann einfach von Hand noch den jeweiligen Co-Piloten ergänzt...Nach 30 Minuten Diskussion wurden wir dann via Gepäck-Röntgen zum Vorfeld gelassen. Der vom C-Büro avisierte Tankwagen war inzwischen unverrichteter Dinge abgezogen. Er musste einen Jet der Kolumbianischen Luftwaffe tanken. Danach - 1.5 Stunden später, hatte er dann Zeit für uns...aber was solls, wir haben Ferien und das Wetter ist schön. Keine Front, die uns jagt.
Der Tankwagen
Der "baskische" Co-Pilot...😀😀
Chefpilot mit diskutierenden Securities im Hintergrund - 6 Personen für 30 Minuten vollbeschäftigt. Auf meine Frage, ob oft ausländische Privatpiloten hier vorbeikämen, hiess es, wir seien wohl fast die einzigen dieses Jahr...

Stausee in den Pyrenäen

Stauseen
Ebrotal und Rioja

Weiter nach Burgos. Hier der schönste Platz der Reise! Nette kompetente Leute, volle Infrastruktur für Linienverkehr, aber kein solcher!
Ich musste mich zwischen Parking für  B767, A320, B737 und MD-80 entscheiden. Habe MD-80 genommen, dachte, das passt am besten!
Arrivals - llegadas - und zwar international!
Kompetente Abfertigung

Burgos, ein schöne Pilgerstadt am Camino de Santiago!
Die Abende an der placa mayor wurden manchmal etwas länger...
Tapas Bar

Der Taxifahrer in der Stadt glaubte uns dann fast nicht, dass wir zum Flughafen müssen. Aber ihm fielen bei der Anfahrt gleich die internationalen Flugzeuge auf dem Vorfeld auf...


Weiter nach Fuentemilanos - das Segelflugzentrum bei Segovia. 
Durch gute Beziehungen konnten wir die Flieger hangarieren für 2 Nächte

Ein Tageausflug führte uns nach Avila. Landung auf einem UL-Flugplatz. 
Pistenlänge 600 m, 1000 m Höhe, 37 Grad, Grasspiste. Rechne die Dichtehöhe!
Die Einheimischen meinten, sie fliegen bis Mittag und dann ab 19:00 wieder. Also haben wir den Nachmittag in Avila verbracht - die schönste Stadt der Reise
Abends auf dem Rückflug haben wir noch Campolara, bekannt von früheren Segelfluglagern, einen nun stillgelegten Flugplatz überflogen - heute nur noch Buschland.

Am nächsten Tag ging es über die Prärie mit dem Uebernahmen "Mondlandschaft" mit Zwischenlandung in Soria nach Santa Cilia de Jaca südlich der Pyrenäen. 


Santa Cilia ist auch ein Segelflugzentrum
Der nächste Tag brachte dann eine Ueberraschung. Südlich der Pyrenäen und diese Selbst im "Grand beau" - nördlich ein Wolkenmeer. Was tun? Drüber? Irgendwie drunter? Es liess sich aber kein Einstieg erkennen. Also zurück nach Santa Cilia und Meteoberatung.

Wir entschieden dann, drunter zu fliegen. Um drunter zu kommen, mussten wir letztendlich bis an den Atlantik bei San Sebastian ausweichen. Drunter war dann Visibility >10 km. Sonst wären wir dort gelandet, soll ja für seine gute Küche für Meeresfrüchte bekannt sein.. Abends landeten wir dann in Brioude, der Basis für die folgende Woche.
Hier waren wir dann "komplett" - mit dem Kitfox.

Ein kurzer Flug mit Besuch in Issoire am nächsten Tag.

Gut Essen bei der "Flugplatzmutter" Katie

Mein geliebtes "Perrier Menthe" - giftgrün, durstlöschend!

Remos immer schön angebunden mit "The Claw" - super bei diesem furztrockenen harten Boden

 Villefranche - ein schönes Grassplätzchen. 

Beim Ausflug nach Villefranche-en-Rouergue meldete dann plötzlich der Kitfox Rauchentwicklung an Bord. Die Sturzflugdistanz zu Aurillac war ein glücklicher Umstand. Die Batterie erlebte eine "Kernschmelze". Was letztendlich dazu führte, bleibt unklar. Ein Batteriefehler mit Kurzschluss? Eine Ueberladung? Ein Relais Fehler? Mit neuer Batterie konnte der Kitfox problemlos zurück nach Hause fliegen.



Bei Aurillac

Wir wollten noch Christoph Schumacher, ehemaliges SGD Mitglied, Fluglehrer und vor 21 Jahren ins Langue d`oc ausgewandert, besuchen. Die Landung am nächst gelegenen Flugplatz Uzes musste schriftlich beantragt werden. Die Landegenehmigung wurde auch erteilt. 

40 Grad im Schatten



Auf dem Rückflug Zwischenlandung in der Ardeche - auf dem Flugplatz Langogne. Auf 1000 m, Piste 950 m, 30 Grad - auch hier war die Startstrecke länger..

Am Samstag den 5.8.2017 sind wir dann alle nach Hause geflogen - WYI wegen Zoll via Pontarlier und Bressaucourt sowie Dittingen - und Kitfox und Piper direkt nach Basel.

Normalerweise fliege ich mit den Remos der ecoflight - aber im Sommer sind diese für 4 Wochen wegen der Sphair Kurse blockiert, sodass mir freundlicherweise von Privat die WYI überlassen wurde - bekannt von früheren Berichten auf diesem blog! Herzlichen Dank!

Ueli Siekmann